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Fracking: Umweltbundesamt formuliert Bedenken / 5.09.11

Nun haben wirs amtlich, mchte man sagen: das Umweltbundesamt hat im August 2011 den Entwurf einer Stellungnahme Einschtzung der Schiefergasfrderung in Deutschland vorgelegt. Darin kommt das Umweltbundesamt zu folgenden Schlussfolgerungen:

Zum Schutz von Mensch und Umwelt, insbesondere zum Schutz des Grundwassers sind an jede Aufsuchung und Gewinnung von unkonventionellem Erdgas folgende Mindestanforderungen zu stellen:

Kein Fracking in sensiblen Gebieten (z.B. Trinkwassergewinnungsgebiete, Heilquellen, Mineralwasservorkommen)
Obligatorische Umweltvertrglichkeitsprfung (fr jede einzelne Bohrung sowie das gesamte Gasgewinnungsfeld)
Grundstzlich Beteiligung der zustndigen Wasserbehrden zur Bewertung der Auswirkungen auf Grund- und Oberflchengewsser
Vollstndige Offenlegung der verwendeten Additive und der exakten Zusammensetzung der Fracturing Fluide fr jeden einzelnen Frac
Fachgerechte Aufbereitung und ordnungsgeme Entsorgung des Flowbacks (zurckgefrdertes Frac- und Lagerstttenwasser) und Nachweis ber die ordnungsgeme Entsorgung in einem Kataster
Erstellung eines Notfallplans und Strfallvorsorge

Um all diese Aspekte im Rahmen eines umfassenden Verfahrens seris prfen zu und eine breite Behrden- und Brgerbeteiligung sicherstellen zu knnen, ist als erster Schritt eine nderung/Anpassung der UVP-Verordnung Bergbau aus Sicht des Umweltschutzes dringend erforderlich, was zur Folge htte, dass fr knftige Gasschieferexplorationen ein Planfeststellungsverfahren mit ffentlichkeitsbeteiligung durchgefhrt werden msste.

Noch irgendwelche Fragen?

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