Wohnbauflächen schneller entwickeln – Verwaltung muss transparenter und verbindlicher werden

SPD reagiert auf Kritik von CDU Chef Weber in der WN

Herr Webers Kritik am schleppenden Fortschritt im Baugebiet Am Dornbusch finde ich berechtigt. Was ich aber bei ihm vermisse ist, dass er konkrete Forderungen daraus ableitet!

Wenn zwischen Planung und Bau neuer Häuser, selbst bei akutem Wohnungsmangel viele Jahre vergehen, läuft etwas grundsätzlich falsch. In den Antworten der Verwaltung auf Herrn Webers Nachfragen erkenne ich keine Ursache, die speziell etwas mit der Fläche in Amelsbüren zu tun hat, sondern vermute strukturelle Hemmnisse in den einzelnen Bearbeitungsschritten der Verwaltung. Wir haben dafür längst eine Begriff: Das Lewe Tempo.
Das passt dann auch zum Baugebiet Hiltrup-Ost: Die Flächen wurden bereits 2019 erworben – doch bis heute gibt es trotz anhaltenden Wohnungsmangels nicht einmal einen Bebauungsplan. Auch ein klarer politischer Beschluss der Bezirksvertretung Hiltrup auf Antrag der SPD, vor der Erschließung die Straße Osttor auszubauen, ist bislang nicht umgesetzt worden. Sichtbare Fortschritte: Fehlanzeige.

Die SPD-Hiltrup/Berg-Fidel fordert: Münster braucht dringend mehr Tempo bei der Entwicklung von Wohnbauflächen. Es darf nicht sein, dass dringend benötigter Wohnraum durch langwierige und für Bürger kaum transparente Verfahren ausgebremst wird. Deshalb schlagen wir vor, alle städtischen Baugebiete künftig mit verbindlichen Zeitplänen im Internet zu veröffentlichen – von Flächenerwerb über Bebauungsplanung und Erschließung bis zur Vermarktung. Dazu gehören klar definierte Zielzeiträume für jede Phase sowie eine Begründungspflicht bei Verzögerungen.

Gleichzeitig braucht es innerhalb der Verwaltung klare Zuständigkeiten: Für jedes Baugebiet muss es eine verantwortliche Projektleitung als festen Ansprechpartner („One face to the customer“) geben, die den gesamten Prozess steuert und koordiniert. Ergänzend fordern wir ein regelmäßiges Berichtswesen mit einem transparenten Ampelsystem (grün/gelb/rot), das für jedes Baugebiet den aktuellen Stand und mögliche Verzögerungen offenlegt.

Entscheidend ist dabei: Uns geht es nicht nur um Einfamilienhäuser. Münster braucht vor allem mehr bezahlbaren Wohnraum, auch im Geschosswohnungsbau. Dafür müssen Flächen schneller und effizienter entwickelt werden.

Unser Ziel ist klar: weniger Bürokratie, mehr Verlässlichkeit – und vor allem sichtbar mehr Tempo beim Wohnungsbau.