Aktuelles

  • Wer auf das neue Heizungsgesetz gewartet hat, um endlich Klarheit für die eigene Heizungsentscheidung zu bekommen, dürfte feststellen: Viel Lärm, wenig neue Perspektive.
    Wahlfreiheit ist wichtig. Aber sie darf nicht zur Illusion werden.

    Fast unbemerkt liegt Münsters kommunale Wärmeplanung längst vor
    . Während in Berlin über „Zwang“ oder „Wahlfreiheit“ gestritten wird, hat Münster seine Hausaufgaben gemacht. Der Wärmeplan beschreibt nüchtern, wie die Wärmeversorgung in den kommenden Jahrzehnten realistisch aussehen kann – und wo eben nicht.

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  • Als Russland am 24. Februar 2022 seinen völkerrechtswidrigen Angriff begann, konnten sich viele in Europa nicht vorstellen, dass dieser Krieg Jahre dauern würde. Heute wissen wir: Er hat unsere Welt verändert. Alte Gewissheiten sind zerbrochen, sicher geglaubte Ordnungen ins Wanken geraten.

    Die Zukunft ist offen. Und damit sie offen bleibt, riskieren viele Menschen in der Ukraine ihr Leben. Ihnen sind wir verpflichtet.

    Vier Jahre Krieg erinnern uns daran, wie zerbrechlich Frieden ist – und wie wertvoll. Unsere Aufgabe ist es, alles dafür zu tun, dass aus diesem Krieg eines Tages ein gerechter und dauerhafter Frieden erwächst.

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  • In Münster wird derzeit intensiv über die Zukunft der Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße diskutiert. Der Neubau des Gefängnisses hat sich über Jahre hingezogen – Zeit zum Nachdenken gab es also mehr als genug. Jetzt ist es an der Zeit, eine klare städtebauliche Perspektive zu entwickeln. Andere Städte sind längst weiter. Münster sollte den Mut haben, aus guten Beispielen zu lernen.

    Ehemalige Gefängnisse werden zunehmend zu einzigartigen Hotels umgebaut, die historischen Charme mit modernem Komfort verbinden.
    Was all diese Projekte eint: Sie erhalten historische Bausubstanz, schaffen neue Nutzungen, öffnen ehemals abgeschottete Orte für die Öffentlichkeit – und sie sind wirtschaftlich tragfähig.

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  • Die aktuelle steuerpolitische Debatte zeigt, worauf es jetzt ankommt: Entlastungen müssen endlich dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden – bei kleinen und mittleren Einkommen. Während Unternehmen bereits kurz nach Regierungsantritt durch verbesserte Abschreibungsregeln und eine dauerhafte Senkung des Körperschaftsteuersatzes deutlich entlastet wurden, steht eine konkrete Entlastung der Beschäftigten noch aus. Das ist erklärungsbedürftig. Denn es sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit ihrer täglichen Leistung unseren Wohlstand sichern und das Steueraufkommen maßgeblich tragen.

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  • Die aktuellen Anmeldezahlen sprechen eine deutliche Sprache: 818 Anmeldungen an den drei städtischen Gesamtschulen in Münster – aber nur rund die Hälfte der Kinder erhält einen Platz. 440 Schülerinnen und Schüler bekommen eine Absage. Im vergangenen Jahr waren es bereits 288. Das ist kein Ausreißer. Das ist ein strukturelles Problem.

    Hohe Nachfrage ist kein Zufall

    Die anhaltend hohe Zahl an Anmeldungen zeigt, wie groß das Vertrauen vieler Eltern in die Gesamtschulen ist. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar:

    • längeres gemeinsames Lernen
    • mehr individuelle Förderung
    • spätere Entscheidung über Bildungswege
    • höhere Durchlässigkeit zwischen Abschlüssen
    • gebundener Ganztag mit pädagogischem Konzept

    Gesamtschulen bieten Kindern Zeit zur Entwicklung. Sie reduzieren den Druck einer frühen Festlegung nach der vierten Klasse – einer Entscheidung, die häufig stärker von sozialer Herkunft als von tatsächlichem Potenzial beeinflusst wird. Dass sich Jahr für Jahr deutlich mehr Familien für diese Schulform entscheiden als Plätze vorhanden sind, ist ein klarer politischer Handlungsauftrag.

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