Hiltruper Segelclub will handeln – Wir befürworten die Initiative gegen Blaualgen

Die Diskussion um Blaualgen (Cyanobakterien) im Hiltruper See zeigt: Das Problem betrifft längst nicht nur den Wassersport. Wenn sich im Sommer giftige Cyanobakterien stark vermehren, geht es um den Schutz von Kindern, Badegästen, Spaziergängern – und auch von Hunden, die besonders gefährdet sind.

Der Hiltruper Segelclub hat nun Bereitschaft signalisiert, selbst aktiv zu werden und in ein Ultraschallgerät zur Bekämpfung von Cyanobakterien zu investieren. Diese Technik wird bereits in vielen Gewässern eingesetzt. Je nach Reichweite und Leistung liegen die Kosten für geeignete Systeme zwischen rund 1.300 und 3.500 Euro, bei professionellen Anlagen etwas darüber.

Als SPD-Ortsverein begrüßen wir ausdrücklich, dass der Segelclub Verantwortung übernehmen und zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen möchte. Sein Engagement zeigt: Ehrenamt und Zivilgesellschaft sind in Hiltrup an vielen Stellen bereit, einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

Gleichzeitig ist klar: Die Bekämpfung gesundheitsgefährdender Blaualgen ist keine rein vereinsinterne Angelegenheit. Der Hiltruper See ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für viele Menschen in unserem Stadtteil – unabhängig davon, ob sie segeln oder nicht.

Deshalb können wir uns gut vorstellen, das die Bezirksvertretung (BV) dieses Vorhaben finanziell unterstützen könnte, wenn der Verein einen entsprechenden Förderantrag stellt. Wir sähen darin:

  • eine Investition in den Gesundheitsschutz,
  • ein Beitrag zur Sicherung der Naherholung,
  • ein Zeichen der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement,
  • und ein konkreter Schritt zur Prävention statt späterer Schadensbegrenzung.

Prävention ist günstiger als Sperrungen

Blaualgenblüten können zu Badewarnungen oder Nutzungseinschränkungen führen. Das beeinträchtigt nicht nur den Vereinssport, sondern auch Spaziergänger mit und ohne Hund, sowie Kinder die am Seeufer spielen wollen. Frühzeitige Maßnahmen sind daher nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern vermutlich auch wirtschaftlicher.

Wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sollte die öffentliche Hand nach Möglichkeit partnerschaftlich unterstützen – gerade wenn der Nutzen der Allgemeinheit zugutekommt.

Der Hiltruper See ist ein Ort für alle – und sein Schutz ist eine gemeinsame Aufgabe.