Aktuelles
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Gedenkort „Waldfrieden“: Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit
Mit dem Grundsatzbeschluss der Bezirksvertretung und dessen Bestätigung im Rat der Stadt Münster wird ein wichtiger Meilenstein erreicht: Das ehemalige Zwangsarbeiterlager „Waldfrieden“ soll zu einem Gedenk- und Lernort weiterentwickelt werden. Dafür haben sich viele Menschen über Jahre hinweg engagiert. Ihnen allen gebührt Anerkennung.
In den vergangenen Tagen wurde vor allem darüber diskutiert, wer den Gedenkort später pflegt und unterhält. Diese Frage ist wichtig – sie gehört zu jedem verantwortungsvoll geplanten Projekt. Sie ist aber nur ein Baustein eines geordneten Umsetzungsprozesses und sollte nicht den Blick auf das Wesentliche verstellen.
Jetzt geht es zunächst darum, den Gedenkort zu realisieren. Die notwendigen finanziellen Grundlagen werden Schritt für Schritt geschaffen. Mittel der Bezirksvertretung stehen bereit, weitere Fördermöglichkeiten und Sponsoren sollen eingebunden werden. Erst wenn das Konzept konkret ausgearbeitet ist, können die dauerhaften Aufgaben für Pflege, Kontrolle und Unterhaltung verbindlich geregelt werden. Genau so sieht es auch die Beschlussvorlage vor.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Deutschland sollte Polen ein sichtbares Zeichen der Verantwortung geben
Ich setze mich in Hiltrup für einen Gedenkort „Lager Waldfrieden“ ein. Damit verbunden ist für mich aber das nachfolgende aktuelle Thema, zu dem ich Stellung beziehen möchte:
Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten viel für die Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit getan. Dennoch bleibt ein blinder Fleck: das Schicksal der noch lebenden polnischen Opfer der deutschen Besatzung.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Hitzewelle in Hiltrup: Wir müssen lernen, mit der neuen Realität zu leben
Klimaanpassung gehört jetzt zur Kommunalpolitik
Die vergangenen Tage zeigen deutlich: Wir müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen. Dazu gehören mehr Bäume, weniger versiegelte Flächen, helle Oberflächen, kühlende Grünanlagen, Trinkwasserbrunnen und öffentliche Gebäude als kühle Rückzugsorte.
Der Klimanotstand darf keine symbolische Erklärung bleiben. Er muss sich in konkreten Maßnahmen widerspiegeln – bei der Stadtplanung ebenso wie bei Neubaugebieten, Straßenumbauten und der Gestaltung unserer Plätze.
Die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes sind deshalb nicht nur Wetterberichte. Sie sind ein Auftrag an uns alle: den eigenen Alltag anzupassen, besonders auf ältere Menschen und Kinder zu achten und unsere Stadt Schritt für Schritt hitzefester zu machen. Je früher wir handeln, desto lebenswerter bleibt Münster – und ganz besonders unser Hiltrup.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Hitzewelle in NRW: Der Klimanotstand darf kein Papiertiger bleiben
Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor extremer Hitze in Nordrhein-Westfalen. Temperaturen von deutlich über 35 Grad werden erwartet – und das bereits Ende Juni. Solche Hitzewellen treten immer häufiger auf und dauern oft länger an. Sie sind eine der deutlichsten Folgen des Klimawandels.
Vor sieben Jahren, am 22. Mai 2019, hat der Rat der Stadt Münster den Klimanotstand ausgerufen. Münster war damit die erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen, die diesen Schritt gegangen ist. Das war ein wichtiges Signal. Doch heute zeigt sich: Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Er ist in unserem Alltag angekommen.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Bezahlbares Wohnen braucht jetzt neuen Realismus
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt – auch bei uns vor Ort. Hohe Mieten, fehlende Angebote und kaum noch erreichbares Wohneigentum stellen viele Menschen vor große Herausforderungen. Die Ursachen sind vielfältig: steigende Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren und eine wachsende Nachfrage nach Wohnraum in den Städten. Umso wichtiger ist es, dass wir die richtigen Schlüsse ziehen. Bundesbauministerin Verena Hubertz vertritt deutlich: Es braucht ein Umdenken beim Bauen. Mit dem von ihr geplanten „Gebäudetyp E“ wird ein Ansatz verfolgt, der genau hier ansetzt – nämlich einfacheres, kostengünstigeres und schnelleres Bauen.
In den vergangenen Jahren sind die Standards im Wohnungsbau immer weiter gestiegen. Viele davon sind sinnvoll – etwa im Bereich Energieeffizienz oder Barrierefreiheit. Doch an anderen Stellen haben sich Anforderungen entwickelt, die das Bauen unnötig verteuern, ohne einen entsprechenden Mehrwert für die Mieterinnen und Mieter zu schaffen. Der Gebäudetyp E bietet hier die Chance, neu zu justieren: reduzierte Anforderungen etwa beim Trittschall, bei Wandstärken oder der technischen Ausstattung können Baukosten spürbar senken. Entscheidend ist, dass dabei die Wohnqualität insgesamt erhalten bleibt. Es geht nicht um „billiges Bauen“, sondern um intelligentes, effizientes Bauen.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode