Aktuelles

  • Im April sollen in Münster die neuen Grundsteuerbescheide verschickt werden. Für viele Eigentümerinnen und Eigentümer wird das keine angenehme Post sein. Schon jetzt ist klar: In vielen Fällen wird es zu spürbaren Mehrbelastungen kommen.

    Die Stadt betont zwar, dass die Reform für den kommunalen Haushalt insgesamt aufkommensneutral sein soll. Das bedeutet: Die Stadt nimmt insgesamt nicht mehr Grundsteuer ein als zuvor. Für einzelne Grundstücke und Häuser kann die Belastung dennoch deutlich steigen – und genau das wird bei vielen Haushalten spürbar werden.

    Ein schwieriger Zeitpunkt

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  • Die geopolitische Lage spitzt sich zu. Der Krieg rund um den Iran hat längst Auswirkungen über die Region hinaus – auch auf Energiepreise, Lieferketten und damit direkt auf den Alltag vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Für eine Politik, die sich den Interessen der Beschäftigten verpflichtet fühlt, muss klar sein: Die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Konflikts dürfen nicht allein auf den Schultern der Menschen landen.

    Gerade jetzt lohnt sich ein Blick auf die Vorschläge des Deutscher Gewerkschaftsbund. Der DGB fordert zu Recht, Energiepreise zu stabilisieren und sowohl Haushalte als auch Betriebe zu entlasten. Denn wenn Energie teuer wird, trifft das doppelt: Beschäftigte zahlen mehr für Heizung und Strom, während Unternehmen steigende Kosten spüren – mit Risiken für Arbeitsplätze und Investitionen.

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  • Früher war die Rollenverteilung klar: Schulabgänger schrieben Bewerbungen – und Betriebe entschieden, wen sie nehmen.
    Heute ist das vielerorts umgekehrt. In vielen Branchen herrscht Bewerbermangel, Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Junge Menschen haben häufig mehrere Optionen und wählen gezielt aus, wo sie ihre Ausbildung beginnen wollen.

    Damit stehen Unternehmen vor einer neuen Frage: Womit überzeugt man junge Menschen wirklich?

    Viele Unternehmen setzen in Stellenanzeigen auf sogenannte „Benefits“: Jobticket, Obstkorb, Fitnessstudio-Zuschuss oder Mitarbeiterrabatte. Doch Studien zeigen, dass diese Zusatzleistungen allein selten ausschlaggebend sind. Entscheidend ist für junge Bewerber vielmehr, wie die Ausbildung tatsächlich organisiert ist und welche Perspektiven sie bietet.

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  • Die Stadtwerke Münster feiern in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Für viele Münsteranerinnen und Münsteraner sind sie selbstverständlich: Strom, Gas, Wasser, Busverkehr, Bäder oder Hafenentwicklung – vieles, was unseren Alltag prägt, hängt mit diesem kommunalen Unternehmen zusammen.

    Doch der Fortbestand der Stadtwerke in kommunaler Hand war keineswegs immer selbstverständlich.

    Ich erinere hier einmal an die Privatisierungsdebatte 2001/2002:

    Anfang der 2000er Jahre stand Münster vor einer weitreichenden Entscheidung. Eine CDU/FDP Mehrheit im Rat beschloss im November 2001, bis zu 49 Prozent der Geschäftsanteile der Stadtwerke zu verkaufen – mit Ausnahme der Verkehrsbetriebe. Dahinter stand die Vorstellung, durch private Investoren kurzfristig Geld in die Stadtkasse zu bekommen.

    Die SPD Münster stellte sich damals gemeinsam mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern entschieden gegen diesen Plan. Unsere Überzeugung war klar: Die Energie- und Wasserversorgung, zentrale Infrastruktur und kommunale Daseinsvorsorge gehören in öffentliche Hand.

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  • Heute gehen in Münster Nachrichten durch die Redaktionen, die viele Menschen aufhorchen lassen: Die Rheinische Post Mediengruppe aus Düsseldorf will die Westfälische Medien Holding AG übernehmen. Zu ihr gehören unter anderem die Westfälische Nachrichten, die Münstersche Zeitung, das Westfalen-Blatt und weitere regionale Titel. Die Vereinbarung über den Kauf aller Aktien ist bereits geschlossen – jetzt muss noch das Bundeskartellamt zustimmen.

    Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde der Düsseldorfer Verlag wohl zur auflagenstärksten Zeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.
    Auf den ersten Blick klingt das nach einer üblichen Nachricht aus der Medienbranche. Aber für Städte wie Münster steht viel mehr auf dem Spiel.

    Lokalpolitik braucht Lokaljournalismus

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