Autor Hermann Geusendam-Wode

  • „Die Entscheidung des Zulassungsausschusses, den einzigen Hausarztsitz aus Berg Fidel dauerhaft an einen anderen Standort zu verlegen, ist für uns nicht akzeptabel. Sie schafft ein Problem. Sie mag zwar den Regeln der ärztlichen Selbstverwaltung entsprechen, den Lebensrealitäten der Menschen in Berg Fidel wird sie jedoch nicht gerecht.“ – Annette Ulrich (SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Hiltrup) und Hermann Geusendam-Wode (Ortsvereinsvorsitzender).

    Wir fordern deshalb, dass der Zulassungsausschuss seine Entscheidung noch einmal kritisch überprüft und alle Möglichkeiten nutzt, um in Berg Fidel wieder ein wohnortnahes Hausarztangebot zu etablieren. Die Menschen in Berg Fidel haben den gleichen Anspruch auf eine gute medizinische Versorgung wie alle anderen Münsteranerinnen und Münsteraner. Gesundheitliche Daseinsvorsorge darf keine Frage des Wohnortes sein!

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  • Aktuelle Berichte über Gespräche zwischen Springer-Chef Mathias Döpfner und Bundeskanzler Friedrich Merz über den Umgang mit der AfD haben in den vergangenen Tagen für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Dass solche Gespräche stattgefunden haben, wird inzwischen nicht mehr bestritten. Über ihren genauen Inhalt gibt es unterschiedliche Darstellungen.

    Der Vorgang führt einmal mehr wieder zu einer grundsätzlichen Frage: Welchen Einfluss sollten große Medienkonzerne auf die politische Willensbildung haben?

    Gespräche zwischen Politik und Medien gehören zu einer Demokratie. Sie sind weder ungewöhnlich noch grundsätzlich problematisch. Kritisch wird es dann, wenn der Eindruck entsteht, dass publizistische Macht genutzt wird, um politischen Druck aufzubauen oder strategische Entscheidungen zu beeinflussen. Gerade bei der Frage des Umgangs mit der AfD ist das ein besonders sensibler Bereich. Die Debatte zeigt zugleich, dass die Macht großer Medienhäuser keineswegs verschwunden ist. Im Gegenteil: Während sich Zeitungsverlage, Privatfernsehen und Lokalradios in immer weniger Händen (also großen Medienkonzernen) konzentrieren, verlieren die klassischen öffentlich-rechtlichen Medien an Reichweite. Und dadurch wächst kontinuierlich der Einfluss einzelner Medienkonzerne auf die öffentliche Debatte.

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  • Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Das ist bequem, schnell und im Alltag kaum noch wegzudenken. Gleichzeitig nehmen Betrugsversuche im Internet zu. Besonders das sogenannte Phishing verursacht jedes Jahr hohe Schäden. Kriminelle versuchen dabei, an Zugangsdaten, Passwörter oder TANs zu gelangen, um Konten leerzuräumen.

    Nicht nur ältere Menschen, sondern auch erfahrene Internetnutzerinnen und -nutzer können auf professionell gestaltete E-Mails, SMS oder Internetseiten hereinfallen. Deshalb ist Aufklärung heute ein wichtiger Baustein des Verbraucherschutzes.

    Woran erkennt man Phishing?

    Typische Warnzeichen sind:
    • angeblich dringende Nachrichten Ihrer Bank,
    • Aufforderungen, Zugangsdaten oder TANs einzugeben,
    • Links zu einer Anmeldeseite,
    • Zeitdruck mit Formulierungen wie „Sofort handeln!“ oder „Ihr Konto wird gesperrt“,
    • ungewöhnliche Internetadressen oder kleine Sprachfehler.

    Grundsätzlich gilt: Seriöse Banken fragen niemals per E-Mail, SMS oder Telefon nach Passwörtern oder TANs.

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  • Wer neu nach Hiltrup zieht, wundert sich oft über den fast 100 Meter hohen Rockwool-Schornstein an der Nobelstraße. Viele Einheimische nennen ihn bis heute liebevoll oder spöttisch den „Stinkefinger“. Wer schon lange hier lebt, erinnert sich vermutlich noch gut daran: Es gab Zeiten, da wusste man bereits beim Verlassen des Hauses, aus welcher Richtung der Wind kam. Je nach Wetterlage lag der Geruch der Mineralwolle-Produktion in der Luft. Die Zeitungen berichteten darüber, Anwohner beschwerten sich, Politik und Unternehmen suchten nach Lösungen. Deshalb wurde Anfang der 1970er-Jahre der 99 Meter hohe Schornstein errichtet. Er sollte die Abgase höher ableiten und ihre Belastung verringern. Vollständig gelöst war das Problem damit zunächst nicht. Doch Schritt für Schritt verbesserten sich Filtertechnik, Produktionsverfahren und Umweltauflagen. 2002 endete die industrielle Produktion des Werkes, heute dient es Rockwool vorwiegend als Lager. Der Schornstein blieb als weithin sichtbares Wahrzeichen erhalten – doch das, wofür er jahrzehntelang stand, verschwand nach und nach aus unserem Alltag und schließlich auch aus unserer Erinnerung.

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  • Wie stellen wir uns den Hiltruper Ortskern in fünf oder zehn Jahren vor? Was macht ihn attraktiv zum Einkaufen, zum Wohnen und zum Verweilen? Und wie kann der Verkehr so gestaltet werden, dass Sicherheit, Lebensqualität und gute Erreichbarkeit gleichermaßen berücksichtigt werden? Kann/soll/muss auch Tempo 30 Teil der Lösung sein?

    Über diese Fragen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen.

    Am Dienstag, 14. Juli 2026, laden wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einem Dialog zur Zukunft des Hiltruper Ortskerns ein.

    Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein fertiges Konzept, sondern Ihre Erfahrung und Ihre Meinung. An mehreren Themenstationen werden verschiedene Straßen des Ortskerns vorgestellt. Dort können Sie Hinweise geben, Probleme benennen, Ideen einbringen und konkrete Vorschläge auf Karten festhalten.

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