Autor Hermann Geusendam-Wode

  • Ich setze mich in Hiltrup für einen Gedenkort „Lager Waldfrieden“ ein. Damit verbunden ist für mich aber das nachfolgende aktuelle Thema, zu dem ich Stellung beziehen möchte:

    Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten viel für die Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit getan. Dennoch bleibt ein blinder Fleck: das Schicksal der noch lebenden polnischen Opfer der deutschen Besatzung.

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  • Klimaanpassung gehört jetzt zur Kommunalpolitik

    Die vergangenen Tage zeigen deutlich: Wir müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen. Dazu gehören mehr Bäume, weniger versiegelte Flächen, helle Oberflächen, kühlende Grünanlagen, Trinkwasserbrunnen und öffentliche Gebäude als kühle Rückzugsorte.

    Der Klimanotstand darf keine symbolische Erklärung bleiben. Er muss sich in konkreten Maßnahmen widerspiegeln – bei der Stadtplanung ebenso wie bei Neubaugebieten, Straßenumbauten und der Gestaltung unserer Plätze.

    Die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes sind deshalb nicht nur Wetterberichte. Sie sind ein Auftrag an uns alle: den eigenen Alltag anzupassen, besonders auf ältere Menschen und Kinder zu achten und unsere Stadt Schritt für Schritt hitzefester zu machen. Je früher wir handeln, desto lebenswerter bleibt Münster – und ganz besonders unser Hiltrup.

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  • Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor extremer Hitze in Nordrhein-Westfalen. Temperaturen von deutlich über 35 Grad werden erwartet – und das bereits Ende Juni. Solche Hitzewellen treten immer häufiger auf und dauern oft länger an. Sie sind eine der deutlichsten Folgen des Klimawandels.

    Vor sieben Jahren, am 22. Mai 2019, hat der Rat der Stadt Münster den Klimanotstand ausgerufen. Münster war damit die erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen, die diesen Schritt gegangen ist. Das war ein wichtiges Signal. Doch heute zeigt sich: Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Er ist in unserem Alltag angekommen.

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  • Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt – auch bei uns vor Ort. Hohe Mieten, fehlende Angebote und kaum noch erreichbares Wohneigentum stellen viele Menschen vor große Herausforderungen. Die Ursachen sind vielfältig: steigende Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren und eine wachsende Nachfrage nach Wohnraum in den Städten. Umso wichtiger ist es, dass wir die richtigen Schlüsse ziehen. Bundesbauministerin Verena Hubertz vertritt deutlich: Es braucht ein Umdenken beim Bauen. Mit dem von ihr geplanten „Gebäudetyp E“ wird ein Ansatz verfolgt, der genau hier ansetzt – nämlich einfacheres, kostengünstigeres und schnelleres Bauen.

    In den vergangenen Jahren sind die Standards im Wohnungsbau immer weiter gestiegen. Viele davon sind sinnvoll – etwa im Bereich Energieeffizienz oder Barrierefreiheit. Doch an anderen Stellen haben sich Anforderungen entwickelt, die das Bauen unnötig verteuern, ohne einen entsprechenden Mehrwert für die Mieterinnen und Mieter zu schaffen. Der Gebäudetyp E bietet hier die Chance, neu zu justieren: reduzierte Anforderungen etwa beim Trittschall, bei Wandstärken oder der technischen Ausstattung können Baukosten spürbar senken. Entscheidend ist, dass dabei die Wohnqualität insgesamt erhalten bleibt. Es geht nicht um „billiges Bauen“, sondern um intelligentes, effizientes Bauen.

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  • Seit Jahren wird über das geplante Wohngebiet Hiltrup-Ost diskutiert. Nun kommt laut verschiedenen Medienberichten ein neuer und spannender Aspekt hinzu: Der Geologische Dienst NRW plant im Jahr 2027 am Osttor eine Forschungsbohrung bis in mehr als 1.000 Meter Tiefe. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich dort ausreichend warmes Thermalwasser befindet, um künftig als klimafreundliche Wärmequelle genutzt zu werden.

    Ich halte diese Entwicklung für ausgesprochen positiv – und zwar nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes. Denn wenn die geologischen Voraussetzungen tatsächlich so günstig sind, wie erste Untersuchungen vermuten lassen, könnte daraus eine Wärmeversorgung entstehen, die langfristig nicht nur CO₂-arm, sondern auch vergleichsweise preisstabil ist. Anders als Erdgas oder Heizöl steht Erdwärme unabhängig von internationalen Krisen und Preisschwankungen dauerhaft vor Ort zur Verfügung.

    Klassisch wird dabei zunächst nur an die Beheizung der neuen Gebäude gedacht. Das Potenzial könnte jedoch deutlich größer sein. Gerade für derartige Infrastrukturprojekten gilt: Die größten Chancen entstehen oft dann, wenn man nicht nur den ersten Bauabschnitt betrachtet, sondern die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte. Denkbar wäre ein Nahwärmenetz, das nicht nur die Neubauten versorgt, sondern perspektivisch auch angrenzende Bestandsgebiete erschließt. Die Wärme würde zentral erzeugt und effizient verteilt. Das spart Platz und Kosten für individuelle Heizungsanlagen und reduziert Wartungsaufwand sowie Energieverluste.

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