Aktuelles
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NRW Kommunen am Limit – und diese Landesregierung duckt sich weg
Nordrhein-Westfalen erlebt gerade eine finanzpolitische Schieflage, die man nur noch als dramatisch bezeichnen kann: Während das Land Überschüsse erzielt, stehen Städte und Gemeinden mit dem Rücken zur Wand. Über 9 Milliarden Euro Defizit auf kommunaler Ebene – ein Negativrekord. Das ist kein Naturgesetz. Das ist das Ergebnis politischer Entscheidungen.
Die Wahrheit ist: Das Problem ist hausgemacht. Die schwarz-grüne Landesregierung verweist gern auf strukturelle Probleme. Doch sie verschweigt ihren eigenen Anteil:
- Sozialkosten steigen – aber das Land beteiligt sich nicht ausreichend
- Bundesmittel kommen nicht vollständig vor Ort an
- Aufgaben werden übertragen – die Finanzierung gleich mit nach unten durchgereicht
Das widerspricht jedem ordnungspolitischen Grundsatz. „Wer bestellt, bezahlt“ gilt offenbar nicht mehr – zumindest nicht für die Kommunen.
Es trifft längst nicht mehr nur das Ruhrgebiet Lange wurde die kommunale Finanzkrise als Problem einzelner strukturschwacher Städte abgetan – vor allem im Ruhrgebiet. Diese Zeiten sind vorbei. Die Wahrheit ist: Die Krise ist in der Fläche angekommen. Auch in Münster – einer Stadt, die lange als finanziell solide galt – hat sich die Lage spürbar verschlechtert. Spielräume werden enger, Investitionen schwieriger, Prioritäten härter. Das zeigt: Es geht hier nicht um Einzelfälle. Es geht um ein systemisches Problem in ganz Nordrhein-Westfalen.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Münster und das Münsterland: Zeit für den nächsten Schritt
Zwei aktuelle Berichte aus den Westfälischen Nachrichten zeigen ein spannendes, aber auch widersprüchliches Bild unserer Region: Während Münster im Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft einen gewaltigen Sprung nach vorne macht, bleibt das Umland in vielen Bereichen zurück. Das Münsterland erscheint einmal mehr als „Region der zwei Geschwindigkeiten“.
Ich denke, darin liegt auch eine Chance.
Eine Erfolgsgeschichte – mit noch viel ungenutztem Potenzial
Der Aufstieg Münsters ist beeindruckend: +84 Plätze im bundesweiten Vergleich. Das zeigt, wie stark die Stadt wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell aufgestellt ist. Gleichzeitig wird aber deutlich: Diese Dynamik strahlt bislang zu wenig ins Umland aus. Dabei haben wir im Münsterland schon einmal bewiesen, dass mutige Strukturreformen funktionieren. Die kommunale Neugliederung vor rund 50 Jahren war damals hoch umstritten. Viele befürchteten Identitätsverlust, Zentralisierung oder Nachteile für kleinere Kommunen. Heute wissen wir: Das Gegenteil ist eingetreten.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Danke für ein starkes Frühlingsfest in Hiltrup
Was für ein Wochenende auf der Marktallee! Das Frühlingsfest in Münster-Hiltrup hat einmal mehr gezeigt, was unseren Stadtteil ausmacht: Leben, Begegnung und echtes Miteinander. Bei bestem Wetter strömten die Menschen auf die Straße, stöberten über den Flohmarkt, informierten sich an den Ständen der Vereine oder genossen einfach die besondere Atmosphäre. Musik, Aktionen und viele kleine Ideen sorgten dafür, dass für jede Generation etwas dabei war.
Solche Veranstaltungen sind weit mehr als nur ein nettes Wochenende:
Sie beleben den Einzelhandel, geben lokalen Akteuren eine Bühne und stärken vor allem das Wir-Gefühl im Stadtteil. Man spürt: Hier engagieren sich Menschen für ihren Ort – mit Herz, Kreativität und viel ehrenamtlichem Einsatz.Ein besonderer Dank gilt daher allen, die dieses Fest möglich gemacht haben: den Organisatoren, den Händlerinnen und Händlern, den Vereinen, den Helferinnen und Helfern – und nicht zuletzt den vielen Besucherinnen und Besuchern, die das Frühlingsfest zu dem machen, was es ist.
Hiltrup kann sich sehen lassen. Und solche Tage zeigen eindrucksvoll, warum.
Danke für dieses starke Zeichen gelebter Gemeinschaft!
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Digitalisierung mit Warteschlange: Wenn Parken plötzlich wieder länger dauert
Die Ankündigung, in den Parkhäusern der WBI in Münster künftig auf ein schrankenloses, digitales Parksystem umzustellen, klingt auf den ersten Blick nach Fortschritt. Kein Ticket mehr ziehen, kein Anhalten an der Schranke, stattdessen automatische Kennzeichenerkennung und digitale Abrechnung – so jedenfalls das Versprechen.
Doch wie so oft liegt die Wahrheit im Detail. Und für viele regelmäßige Nutzer könnte sich diese „Modernisierung“ zunächst wie ein Rückschritt anfühlen.
Bislang gab es mit der Stadtwerke-Karte eine Lösung, die im Alltag hervorragend funktionierte: Einfahren ohne Ticket, Ausfahren ohne Verzögerung – kein Anstehen am Automaten, kein Kleingeld, kein Zeitverlust. Wer dieses System nutzte, hatte den digitalen Komfort bereits im Alltag.
Mit der Umstellung droht genau dieser Vorteil verloren zu gehen. Denn die neue Technik ersetzt das alte System nicht nahtlos, sondern stellt es faktisch infrage – zumindest solange, bis eine Integration tatsächlich umgesetzt ist. Und die steht, wie so oft, zunächst nur „in Aussicht“.
Das Ergebnis: Für viele Nutzer heißt es wieder warten. Wieder Schlange stehen. Wieder Zeit verlieren.Fortschritt für wen?
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode
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Meine Meinung zu: Bargeldversorgung darf kein Luxus werden
Die Entwicklung ist eindeutig – und sie macht vielen Menschen Sorgen: Bankfilialen schließen, Geldautomaten verschwinden, persönliche Ansprechpartner werden weniger. Was nach nüchterner betriebswirtschaftlicher Entscheidung klingt, hat in der Realität spürbare Folgen für den Alltag vor Ort.
Gerade in Stadtteilen wie Berg Fidel oder Hiltrup-Ost haben viele Bürgerinnen und Bürger erlebt, was es bedeutet, wenn vertraute Infrastruktur plötzlich wegbricht. Es geht dabei längst nicht nur um Bargeld. Es geht um Sicherheit, Gewohnheit, Selbstständigkeit – und auch um ein Stück Würde im Alltag.
Banken argumentieren nachvollziehbar mit Kosten, Digitalisierung und veränderten Nutzungsgewohnheiten. Viele Menschen zahlen heute bargeldlos, Filialen werden weniger frequentiert. Aber: Diese Perspektive greift zu kurz. Denn sie blendet aus, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung weiterhin auf Bargeld angewiesen ist – sei es aus Überzeugung, aus praktischen Gründen oder mangels Alternativen. Ältere Menschen, kleine Gewerbetreibende oder schlicht diejenigen, die ihre Ausgaben bewusst kontrollieren möchten, sind darauf angewiesen, Bargeld unkompliziert abheben zu können. Wenn diese Möglichkeit verschwindet, entsteht nicht nur ein logistisches Problem – sondern auch Frust, Unsicherheit und das Gefühl, nicht mehr mitgedacht zu werden.
Datum · Autor Hermann Geusendam-Wode