Die gute Nachricht zuerst: Deutschland hat 2025 alle geltenden EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe eingehalten. Das geht aus aktuellen Auswertungen des Umweltbundesamtes hervor, über die die ARD berichtet. Für Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr ohne Grenzwertüberschreitungen.

Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Die Entwarnung gilt nur auf den ersten Blick, denn neue Grenzwerte stellen Städte vor Herausforderungen. Ab 2030 gelten deutlich strengere EU-Grenzwerte. Und schon jetzt zeigt eine Analyse, dass rund 46 Prozent der Messstationen in Deutschland mindestens einen dieser künftigen Grenzwerte überschreiten. Besonders betroffen sind verkehrsreiche Standorte in größeren Städten.

Für Kommunen bedeutet das: Sie müssen frühzeitig Luftreinhaltepläne entwickeln, wenn absehbar ist, dass die neuen Grenzwerte nicht eingehalten werden können. Verkehrspolitik, Stadtplanung und Klimaschutz rücken damit noch enger zusammen.

Die SPD Münster sieht die aktuell hohen Mietpreise – insbesondere für möblierte Wohnungen und befristete Mietverträge – mit großer Sorge und fordert eine stärkere Regulierung. Der Wohnungsmarkt in Münster ist seit Jahren angespannt; gerade junge Menschen, Auszubildende und Studierende stoßen bei der Wohnungssuche häufig auf teure möblierte Angebote, die reguläre mietrechtliche Regelungen wie die Mietpreisbremse oft umgehen. Die SPD-Ratsfraktion begrüßt deshalb neue gesetzliche Initiativen, die genau diese Schlupflöcher schließen sollen und fordert mehr Transparenz bei Mietverträgen und eine klare Deckelung von Zuschlägen für Möblierung.

In meinem sozialen Umfeld wissen natürlich alle, das ich mich seit vielen Jahren in der SPD engagiere. Beherrschendes Thema gestern und heute: „Was sagst du zum Ausgang des Bürgerentscheids vom Wochende?“

Deshalb hier eine Meinungsäußerung zum Thema:

Der Bürgerentscheid zur Umbenennung mehrerer Straßen im Marineviertel ist entschieden. Für viele Beteiligte – auf allen Seiten – war dieser Prozess emotional belastend. Für uns als SPD in Münster und auch hier vor Ort in Hiltrup stellt sich nun die Frage: Was lernen wir aus diesem Verfahren – jenseits des Ergebnisses?

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, das Anliegen selbst infrage zu stellen. Die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte, Verantwortung und demokratischen Werten ist und bleibt richtig. Sie gehört zu unserem sozialdemokratischen Selbstverständnis. Aber politische Klugheit bemisst sich nicht nur am Ziel, sondern auch an Zeitpunkt, Verfahren und gesellschaftlicher Stimmung.

Die SPD will die Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung zukünftig auf eine neue breitere Basis stellen. Sie schlägt vor, zur Finanzierung alle Einkunftsarten heranzuziehen, statt wie bisher nur Löhne und Gehälter. Dies soll auch für für die gesetzliche Rentenversicherung und ihre Finanzierung gelten.

Damit hat die SPD mit ihrem Vorschlag zur Reform der Sozialversicherungen eine notwendige und überfällige Debatte angestoßen. Ziel ist es, die sozialen Sicherungssysteme langfristig zu stabilisieren, ohne den Faktor Arbeit weiter zu verteuern. Genau das ist in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Lebenshaltungskosten und Fachkräftemangels der richtige Ansatz.

Die SPD steht für eine Sozialpolitik, die zusammenhält: solidarisch, finanzierbar und gerecht. Der aktuelle Reformvorschlag ist dafür ein wichtiger Schritt.

Ein schrecklicher Vorfall erschüttert die Öffentlichkeit: Ein 36-jähriger Zugbegleiter wurde bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Regionalexpress lebensbedrohlich verletzt und starb später an seinen Verletzungen. Diese Gewalttat ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines wachsenden Problems: Gewalt, Bedrohungen und tägliche Übergriffe gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr nehmen deutlich zu.

Wir möchten das die SPD sich dafür einsetzt, dass Schutz und Sicherheit im Bahnverkehr politisch ernst genommen werden – sowohl im Bund als auch in den Ländern. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und der Fahrgäste:

Wir wollen, dass diejenigen, die uns täglich sicher durch das Land bringen, nicht allein gelassen werden.
Wir wollen, dass der öffentliche Verkehr für alle wieder attraktiv und verlässlich wird.
Wir wollen ein modernes, sicheres Deutschland – mit einer Bahn, die verbindet und schützt.

Denn am Ende geht es um Respekt, Sicherheit und Solidarität – und das ist eine Frage unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die aktuelle Debatte um die adaptive Beleuchtung an der Kanalpromenade wird oft als neuer Konflikt dargestellt. Tatsächlich handelt es sich um eine alte, immer wiederkehrende Herausforderung: Wie gelingt es, Natur im Siedlungs- und Lebensraum Stadt zu erhalten – ohne dabei die berechtigten Bedürfnisse der Menschen auszublenden, die diesen Raum täglich nutzen?

Der Dortmund-Ems-Kanal und seine Ufer sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich Natur und Stadtentwicklung über Jahrzehnte miteinander verflochten haben. Dieser Raum ist vollständig von Menschen geschaffen: Jeder Baum, jeder Strauch wurde gepflanzt. Umso erfreulicher ist es, dass sich hier ein scheinbar natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickeln konnte. Das zeigt, dass Stadt und Natur keine Gegensätze sein müssen – aber auch, dass sie immer wieder neu austariert werden müssen.

In der heutigen WN wird über die Zukunft der öffentlichen Brunnen in Münster berichtet, auch über den Hiltruper Brunnen an der Marktallee.

Dazu ein Kommentar: Der Artikel über den Zustand der städtischen Brunnen in Münster hinterlässt vielleicht zunächst Ratlosigkeit – und auch Ärger. Wenn die Stadtverwaltung anregt, Betrieb und Sanierung von Brunnenanlagen „grundsätzlich kritisch zu hinterfragen“, offenbart das ein erstaunlich reduziertes Verständnis von Stadtqualität.

Seit Wochen wird die sogenannte Rentenreform im Bundestag und auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Für die SPD-Hiltrup/Berg Fidel Anlass, das Thema am Dienstagabend im Rahmen ihres monatlichen Stammtischgesprächs aufzugreifen.

Während das „Bürgergeld-Thema“ im letzten Monat sehr kontrovers diskutiert wurde, zeigte sich beim Thema Rente breite Einigkeit.
„Wir wollen, dass die Rente verlässlich und auskömmlich bleibt. Die Rente ist ein Versprechen auf eine persönliche Altersversorgung, darauf muss man sich verlassen können“, so Ortsvereinsvorsitzender Hermann Geusendam-Wode.
Im westeuropäischen Vergleich seien die deutschen Renten schon heute bescheiden: Die durchschnittliche Bruttorente in Nordrhein-Westfalen lag 2023 für Männer bei ca. 1.923 € und für Frauen bei ca. 1.390 €.

Am Stammtisch war wir uns einig, mit einen „Renteneinkommen“ in dieser Höhe, wäre man im Münsteraner Wohnungsmarkt nahezu chancenlos. Und wer daran weiter kürzen will, der solle das deutlich sagen, treffe dann aber auf sozialdemokratischen Widerstand.

es liegen turbulente Wochen hinter der SPD Münster. Der geschäftsführende Vorstand hat Gespräche über das weitere Vorgehen zur Vorsitzsuche geführt. Mit Christoph Strässer hat sich eines der erfahrensten und über Parteigrenzen hinweg anerkannten Mitglieder der SPD Münster bereit erklärt, den Vorsitz übergangsweise zu übernehmen, bis wir in einiger Zeit eine reguläre Spitze wählen können.